Unternehmer, Unterstützer und Netzwerker
Roger Meier verstärkt neu das Coaching-Team im Business Parc.
Seit 1997 selbständig, ist Roger Meier heute ein erfahrener Multi-Unternehmer und Coach. Der ursprüngliche Finanz- und Risiko-Experte initiiert und begleitet die Umsetzung zahlreicher Ideen: «Ich helfe Menschen dabei, ihre Träume zu verwirklichen». Oft unterstützt er auch als Mitgründer «aussergewöhnliche InnovatorInnen» beim Firmenaufbau, entdeckt und fördert «unentdeckte Potenziale». «Um die richtigen Leute zusammenzuführen, greife ich auf ein riesiges Netz vertrauenswürdiger Kontakte». Bereits hat er zahlreiche Startups, v.a. aus der Pharma-, IT-, Energie- und auch Film-Branche, erfolgreich in ihrer Entwicklung begleitet. Im Business Parc berät er seit letztem Herbst angehende GründerInnen.
Mehr zu seiner Person im Werdegang und Interview:
Wie bist du in die Startup-Szene gelangt?
Ich bin eher zufällig hineingerutscht. Vor bald 20 Jahren sagte jemand zu mir: „Roger, ich habe keine große Lust auf einen neuen Job; ich habe eine Idee.“ Ich fand diese wie auch die Person dahinter überzeugend und wandte mich an mein bereits damals breites Netzwerk, um zu prüfen, ob die Idee realisierbar ist, was wiederum das Projekt validierte und das Risiko dahinter verringerte. Handherum verschaffte ich diesen Netzwerk-Partnern exklusiven Zugang zu einer potenziell bahnbrechenden Idee und die Möglichkeit, sich ins Team des daraus entstehenden Startups einzubringen.
Durch von mir gecoachte Kandidaten habe ich immer mehr Zugang zur Szene erlangt und war bei der Gründung vieler verschiedener Unternehmen (u.a. als Verwaltungsrat) auch selbst aktiv beteiligt.
Was benötigen angehende Startups am meisten? Und wie hilfst du ihnen neu auch als Coach im Business Parc dabei, ein Unternehmen zu gründen?
Startup-Gründern fehlt oft alles: Wissen, Geld und ein Plan.
Mit als erstes ist die Kommunikation von entscheidender Bedeutung. Wissenschaftler und Techniker kommunizieren anders als Finanzleute. Deshalb übersetze ich Projekte und Ideen in Geschichten, die für potenzielle Anspruchsgruppen wie Investoren und Kunden leicht verständlich bzw. verdaubar sind: bei Präsentationen und Elevator Pitches, Factsheets usw.
Weiter braucht es Fachleute, welche die Schütz- bzw. Patentierbarkeit eines neuen Produkts prüfen. Wenn ich zum Beispiel meinen Anwalt für geistiges Eigentum bitte, sich etwas anzusehen, tut er das auch aufgrund unserer langjährigen Geschäftsbeziehung.
Der Aufbau von Netzwerken und Vertrauen ist also die Grundvoraussetzung und das Erfolgsrezept deiner Arbeit?
Absolut. Neben dem Übersetzen und Ausdeutschen eines innovativen Geschäftsmodells gilt es, vertrauenswürdige Kontakte aufzubauen, die angehende Gründer und ihre Geschäftsideen unterstützen können. Durch Vertrauen kann ich Menschen dazu motivieren, am Anfang etwas Schweiß in Startup-Projekte zu stecken, was später meist zu einer tollen Zusammenarbeit führt. So schaffen wir einen soliden Start, bevor wir nach Investoren suchen.
Wie überzeugst du potenzielle Investoren? Worauf kommt es bei der Finanzierung an?
Eine Finanzierung ist fast in jedem Fall vonnöten, unabhängig davon, ob jemand eine Einzelfirma oder ein Deep-Tech-Unternehmen gründen will. Eine Einzelperson wird i.d.R. etwas Startkapital benötigen, bevor erste Umsätze erzielt werden können. Komplexe Gründungsvorhaben können schnell einmal zwei- oder dreistellige Millionenbeträge erfordern, bis ein Erfolg absehbar wird. Wichtig ist, Geldgeber davon zu überzeugen, dass die Gründungsidee innert nützlicher Frist kommerziell erfolgreich sein kann und das Gründerteam alle Voraussetzungen hierfür mitbringt. Im Idealfall holt man mögliche Kapitalgeber schon sehr frühzeitig ins Boot, wenn möglich sogar schon in der Gründungsphase.
Du bietest beim Coaching viel an. Worauf legst du den Fokus?
Ich begleite angehende GründerInnen zu all diesen Themen bzw. entlang den Entwicklungs-Phasen ihres Unternehmens: angefangen bei der Validierung der Geschäftsidee und Entwicklung des Geschäftsmodells über die Teamzusammenstellung, Kommunikation, Organisation/Administration sowie über das Fundraising, Business Development und Partnering bis hin zum Firmenverkauf bzw. Börsengang.
Nochmals zusammengefasst: Warum sollen angehende FirmengründerInnen zu dir in die Beratung kommen?
Ich habe bereits viele unternehmerische Ideen geprüft, so dass «First Timers» sehr schnell eine gut begründete Einschätzung ihrer Idee erhalten. Ich verfüge über ein sehr breites Netzwerk von Menschen, die womöglich besondere Kenntnisse und Bezüge zur Idee des Gründers haben und bei der erfolgreichen Umsetzung behilflich sein können.
Ich motiviere nach Rückschlägen. Oder ich verweise auf blinde, aber wichtige Flecken. Nicht selten übersehen Gründer grosse, realisierbare Potentiale, die ausserhalb ihres Erfahrungshorizontes liegen. Durch die breite Themenvielfalt kann ich Querbezüge und Opportunitäten ermitteln.
Schliesslich biete ich Gründern einen riesigen Fundus an praktischem Wissen und Tools, die unmittelbar im Gründungsprozess anwendbar sind, viel Zeit und Geld sparen und helfen, Fehler zu vermeiden.
Worauf freust du dich bei deiner neuen Aufgabe am meisten?
Auf den Moment, in dem eine gründungswillige Person realisiert, dass die Idee tatsächlich funktionieren kann.
Quelle: u.a. Startup Guide Basel 2021; redaktionelle Bearbeitung und Fotos: Business Parc